Alternsforschung

Lebensqualität und Wohlbefinden hochaltriger Menschen in NRW (Folgebefragung NRW80+)

Dauer : 01/2019-12/2021
Projektleitung
  • Prof. Dr. Michael Wagner
  • Prof. Dr. Christiane Woopen
  • Prof. Dr. Susanne Zank
  • Dr. Roman Kaspar
Förderer: MKW

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Aktueller Hinweis: Umstellung der Befragungen für die Studie NRW80+ auf Fragebogen

Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten, dass sich das Corona-Virus nicht weiter ausbreitet. Deswegen hatten wir die persönlichen Interviews im Rahmen unserer Studie „Lebensqualität und Wohlbefinden hochaltriger Menschen in Nordrhein-Westfalen“ (NRW80+) bereits im März 2020 gestoppt.

Da aktuell nicht absehbar ist, wann wieder persönliche Gespräche ohne eine Gefährdung der Gesundheit der Befragten oder unserer Interviewer_innen möglich sein werden, wird die Erhebung ab Anfang Dezember 2020 mit einem schriftlichen Fragebogen abgeschlossen.

Hintergrund und Ziele

Durch die in den Jahren 2017/2018 erfolgreich durchgeführte Repräsentativbefragung NRW80+ konnte ein umfassendes Bild zur Lebenssituation hochaltriger Menschen in Nordrhein-Westfalen ermittelt werden. Erste Ergebnisse zu verschiedenen Bereichen der Lebensqualität wie z.B. Gesundheit, finanzielle Lage, Alltagsgestaltung, Werte, Einstellungen, subjektives Wohlbefinden oder soziale Beziehungen wurden in den Medien mit großem Interesse aufgenommen. Um zu verstehen, wie sich die Ressourcen und die Lebensqualität im sehr hohen Alter entwickeln, fördert das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW für weitere drei Jahre eine Folgebefragung.
 

Methoden

Die zweite Förderphase der Hochaltrigenstudie NRW80+ wird als Wiederholungsbefragung (Panel) mit Auffrischungsstichprobe realisiert. Insgesamt werden noch einmal 1.800 Menschen im Alter ab 80 Jahren interviewt.

Teilnehmer_innen der ersten Befragungswelle 2017/2018, die bereit waren, an einem weiteren Interview teilzunehmen, werden ein zweites Mal befragt. Damit können für mehrfach befragte Personen Veränderungen der Lebensqualität im hohen Alter beschrieben und erklärt werden. Zum Beispiel lässt sich somit untersuchen, wie sich funktionale, psychische und physische Gesundheit entwickeln oder wie der Alltag nach Verwitwung oder dem Umzug in ein Heim neu gestaltet wird. Um weiterhin Repräsentativität zu gewähren, werden zusätzlich neue Personen für eine Erstbefragung kontaktiert (Auffrischungsstichprobe), womit Unterschiede zwischen früheren und nachrückenden Kohorten hochaltriger Menschen untersucht werden können.

Erneut werden in der Folgebefragung auch Bewohner_innen von Senioren- und Pflegeheimen angesprochen. Gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst nicht mehr an der Befragung teilnehmen können, werden mit ihrem Einverständnis über Interviews mit nahestehenden Personen (Proxy-Interviews) für die Erhebung berücksichtigt.

Die Zusammenführung verschiedener Disziplinen (z.B. Psychologie, Soziologie, Medizin, Gerontologie) steht weiterhin im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit, um Wissen zu vernetzen und Lebensqualität im hohen Alter aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Die Folgebefragung baut dabei konzeptuell auf dem während der ersten Förderphase interdisziplinär entwickelten Rahmenmodell zur Erklärung von Lebensqualität im hohen Alter (CHAPO-Modell) auf.

Kontakt

Dr. Roman Kaspar

ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
Universitätsstr. 91
50931 Köln

+49 (0)221 - 470 89121
nrw-80plus [at] uni-koeln.de