Alternsforschung 

Hochaltrigenstudie D80+

Dauer: 01/2019-04/2022

Projektleitung


Prof. Dr. phil. Michael Wagner
Prof. Dr. med. Christiane Woopen
Prof. Dr. phil., Dipl. Psych. Susanne Zank
Koordinator: Dr. Roman Kaspar

Kooperationspartner


Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer (DZA)
Dr. Julia Simonson (DZA)
Dr. Claudia Vogel (DZA)


Hintergrund und Ziele

Trotz des schnellen Wachstums des Anteils der Bevölkerung in einem Alter ab 80 Jahren an der Gesamtbevölkerung (Statistisches Bundesamt, 2016), ist das Wissen über diese Bevölkerungsgruppe bislang gering. Zwar gibt es thematisch, methodisch und regional spezifische Studien, jedoch keine repräsentative Erfassung der Lebenssituation und Lebensqualität dieser Altersgruppe für den gesamtdeutschen Raum. Eine gute Datenlage ist jedoch notwendig: Zum einen, um den besonderen Unterstützungsbedarfen im hohen Alter zukünftig besser gerecht werden zu können. Zum anderen, um Lösungsansätze für sozialpolitische Herausforderungen wie der sozialen Sicherung im Alter sowie im Hinblick auf eine Generationengerechtigkeit entwickeln zu können.

Die landesweit repräsentative Befragung der hochaltrigen Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen NRW80+ hat gezeigt, dass die meisten sehr alten Menschen mit ihrem Leben zufrieden sind. Dennoch gibt es Unterschiede in der Lebensqualität im hohen Alter, beispielsweise zwischen Männern und Frauen oder Menschen in Privathaushalten und in Pflegeheimen. Um auch bundesweit eine entsprechende Datenlage aufzubauen, fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) für drei Jahre eine repräsentative Befragung der Bevölkerung ab 80 Jahren in Deutschland (D80+).

Methoden

Die Ausweitung der Erhebung zur Lebensqualität von Menschen im hohen Alter auf das gesamte Bundesgebiet wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) durchgeführt. Ein zentrales Ziel ist die Anschlussfähigkeit an den am DZA durchgeführten Deutschen Alterssurvey (DEAS). Damit wird es möglich, Erkenntnisse über das mittlere Alter mit solchen für das hohe Alter zu kombinieren.

Die D80+-Studie baut auf dem in der Hochaltrigenstudie NRW80+ entwickelten Studienprotokoll und -instrumentarium auf. Insgesamt werden 6.400 Personen im Alter ab 80 Jahren befragt. Auch in der D80+-Studie werden Personen, die in Heimen leben, gezielt angesprochen und Personen, die nicht mehr auskunftsfähig sind, nach Möglichkeit über Interviews mit nahestehenden Personen (Proxyinterviews) einbezogen. Sie integriert zudem Ergebnisse aus der aktuellen zweiten Welle der NRW80+-Studie in Nordrhein-Westfalen, um für das gesamte Bundesgebiet gültige Aussagen zu ermöglichen.

Die D80+-Studie vereint verschiedene Disziplinen (z.B. Soziologie, Psychologie, Medizin, Gerontologie), die bei ceres verortet sind und baut auf dem interdisziplinär entwickelten Rahmenmodell zur Erklärung von Lebensqualität im hohen Alter
(CHAPO-Modell) auf, das für die NRW80+-Studie entwickelt wurde.

Kontakt

Dr. Roman Kaspar

ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
Universitätsstr. 91
50931 Köln

+49 (0)221 - 470 89121
d-80plus [at] uni-koeln.de