Gesundheit und Gerechtigkeit weiter denken: Normenwandel im Gesundheitswesen der alternden Gesellschaft

Abschlusssymposium des Projekts NoWa


Steigende Lebenserwartung, fortschreitende Digitalisierung und eine zunehmende kulturelle Vielfalt an Lebensentwürfen: Unsere Gesellschaft durchläuft einen tiefgreifenden Wandlungsprozess. 4,8 Millionen Menschen in Deutschland sind über 80 Jahre alt; sie gehören zu der am schnellsten wachsenden Bevölkerungsgruppe. Gleichzeitig steigt der Einfluss digitaler Technologien auf zentrale Lebens- und Gesellschaftsbereiche stetig.

All diese Veränderungen stellen auch das Gesundheitssystem vor neue inhaltliche und strukturelle Herausforderungen:

  • Welche Auswirkungen haben die geänderten Rahmenbedingungen auf unsere gesellschaftlichen Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit?
  • Wie beeinflussen sie unsere Auffassungen von Solidarität und Gerechtigkeit?
  • Und welche Folgen ergeben sich dadurch für normative Erwartungen und Versorgungsansprüche?

Diese und weitere Fragen wurden in dem vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekt „Normen im demographischen Wandel – Gesundheit und Krankheit, Solidarität und Gerechtigkeit  (NoWa)" empirisch und theoretisch näher untersucht. Darüber hinaus wurden besonders wichtige politische Handlungsfelder identifiziert und Leitlinien herausgearbeitet, um die Gesundheitsversorgung in einer alternden Gesellschaft zukunftsorientiert gestalten zu können.

Auf dem Abschlusssymposium werden die zentralen Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert, von einschlägigen Expert*innen kommentiert und gemeinsam mit dem Publikum diskutiert.


Programm

10.00 Uhr

Begrüßung

Prof. Dr. Christiane Woopen
Geschäftsführende Direktorin ceres
Universität zu Köln

10.10 Uhr

Grußwort

Dr. Thomas Steffen (eingeladen)
Staatssekretär des Bundesministeriums für Gesundheit

10.25 Uhr

Keynote

Altern in unserer Zeit
Franz Müntefering
Vorsitzender der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V.

10.45 Uhr

Die Qualität des langen Lebens
ceres/izt/ITAS

Kommentar: Prof. Dr. Andreas Kruse
Leiter des Instituts für Gerontologie
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

11.45 Uhr

Kaffeepause

12.00 Uhr

Prävention bis ins hohe Alter
ceres/izt/ITAS

Kommentar: Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan
Klinikdirektorin der Klinik für Geriatrie und Altersmedizin
Charité Berlin

13.00 Uhr

Mittagsbuffet

13.45 Uhr

Gesellschaftliche Anerkennung für pflegende Zugehörige
ceres/izt/ITAS

Kommentar: Prof. Dr. Christel Bienstein
Kommissarische Leiterin des Instituts für Pflegewissenschaft
Private Universität Witten/Herdecke

14.45 Uhr

Kaffeepause

15.00 Uhr

Kultursensitive Chancengerechtigkeit im Gesundheitswesen
ceres/izt/ITAS

Kommentar: PD Dr. Liane Schenk
Leiterin der Abteilung Medizinische und pflegerische Versorgung
Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft
Charité Berlin

16.00 Uhr

Verabschiedung

Prof. Dr. Christiane Woopen
Geschäftsführende Direktorin ceres
Universität zu Köln

Datum: 31. Januar 2020

Zeit: 10:00 – 16:00 Uhr

Ort: FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt, Cäcilienstr. 29–33, 50667 Köln

Kontakt

Peter Bröckerhoff, M.A.
+49 (0)221 - 470 89122
peter.broeckerhoff [at] uk-koeln.de

 

Florian Wieczorek, M.Sc.
+49 (0)221 - 470 89119
f.wieczorek [at] uni-koeln.de

 

ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
Universitätsstr. 91
50931 Köln