Hochaltrigenstudie NRW80+

Studienüberblick


1 Studienhintergrund

Mit der steigenden Lebenserwartung in Deutschland verbringt eine wachsende Zahl an Menschen eine immer längere Zeit im hohen Alter. In NRW waren 2009 noch 4,8% der Bevölkerung 80 Jahre oder älter; bis 2050 wird sich diese Zahl voraussichtlich auf 14,5 % verdreifachen. Darüber hinaus nimmt die Vielfalt des Alter(n)s zu. Es be- und entsteht ein facettenreiches hohes Alter mit zahlreichen unterschiedlichen Lebensentwürfen und individuellen Vorstellungen davon, was Lebensqualität im hohen Alter ausmacht.

Hochaltrige Menschen stellen jedoch eine Bevölkerungsgruppe dar, über die bisher wenig bekannt ist. Repräsentative Aussagen zu Lebensqualität und Wohlbefinden sind auf Grundlage verfügbarer wissenschaftlicher Studien in Deutschland gegenwärtig nur eingeschränkt möglich. Um diese Forschungslücke zu schließen, widmet sich die Hochaltrigenstudie NRW80+ der interdisziplinären Erforschung des hohen Alters unter Einbezug medizinisch-naturwissenschaftlicher, geistes-, sozial- und humanwissenschaftlicher Ansätze. Im Themenschwerpunkt „Altern und demographischer Wandel“ bei ceres finden diese Disziplinen zusammen. Mithilfe einer Anschubfinanzierung aus Mitteln der Exzellenzinitiative der Universität zu Köln (UoC-Forum) und der Förderung durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen konnten eine Machbarkeitsstudie zur Untersuchung der Erreichbarkeit und Befragbarkeit hochaltriger Personen sowie darauf aufbauend eine landesweite Repräsentativbefragung durchgeführt werden.

Ziel der Studie ist neben der Entwicklung eines für die Hochaltrigenpopulation geeigneten Lebensqualitätsmodells und seiner Operationalisierung die erstmalige Generierung belastbarer empirischer Daten, die auch die Heimbevölkerung einschließt (vgl. Repräsentativbefragung). Des Weiteren zielt die Studie darauf ab, die Sichtweisen von Vertreter*innen unterschiedlicher Gesellschaftsbereiche (z.B. Politik, Medien, Gesundheitsversorgung) auf Hochaltrigkeit abzubilden (vgl. Stakeholderbefragung). Auf der Grundlage der Ergebnisse sollen Planungsgrößen sowie Handlungsempfehlungen für die Altenpolitik bereitgestellt werden, die zu einem guten Leben bis ins hohe Alter beitragen.

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Hochaltrigkeit

Bei der hochaltrigen Bevölkerung handelt es sich um eine sehr heterogene Gruppe mit individuell sehr unterschiedlichen Biographien, Ressourcenlagen und altersassoziierten Entwicklungsverläufen. Hochaltrigkeit ausschließlich über das chronologische Lebensalter oder altersbedingte Verluste zu definieren, greift darum zu kurz.

Je nach Disziplin und Perspektive werden unterschiedliche Merkmale für die Bestimmung dieses Lebensabschnitts herangezogen. Es gibt darum auch keinen breiten Konsens darüber, wann die Hochaltrigkeit beginnt oder wie sie sich von anderen Lebensphasen abgrenzt. Mit zunehmendem Lebensalter kann es sowohl zu Funktions- und Ressourceneinbußen, Verlusterfahrungen und steigender Vulnerabilität als auch zum Ausbau bestimmter Wissensbereiche oder Veränderungen in der Selbst- und Weltwahrnehmung sowie in der Lebensgestaltung kommen. Hochaltrigkeit kann folglich kaum als ein statischer Zustand mit klar definierten Eintrittsmerkmalen verstanden werden. In der NRW80+-Studie werden Bestimmungsansätze aus verschiedenen sozial- und lebenswissenschaftlichen  Disziplinen zusammengebracht, um so zu einem vollständigeren Bild dieses Lebensabschnitts zu gelangen.

Für die Durchführung einer Repräsentativbefragung ist es jedoch notwendig, bereits zu Studienbeginn die Studienpopulation aufgrund von vorab bekannten Merkmalen festzulegen. Empirische Untersuchungen zur Hochaltrigkeit richten sich daher aus forschungspragmatischen Gründen gemeinhin am kalendarischen Lebensalter aus und definieren die Hochaltrigenpopulation ab einem Schwellenwert von 80, seltener auch  85 Jahren (vgl. Wagner et al. 2017). Diese Grenze orientiert sich häufig an einer demografischen Definition, nach der Hochaltrigkeit bei dem Lebensalter beginnt, welches weniger als die Hälfte einer Geburtskohorte erreicht. Auch NRW80+ nutzt diese Definition zur Bestimmung der Studienpopulation, möchte auf der Grundlage der erfassten Informationen aber auch inhaltlich differenzierte Konzepte von Hochaltrigkeit diskutieren.

 

2.2 Lebensqualität

Grundlegend für das allgemeine Verständnis von Lebensqualität im Rahmen der NRW80+-Studie ist die Definition der Weltgesundheitsorganisation:

„Lebensqualität ist die subjektive Wahrnehmung einer Person über ihre Stellung im Leben in Relation zur Kultur und den Wertsystemen, in denen sie lebt und in Bezug auf ihre Ziele, Erwartungen, Standards und Anliegen“ (WHO 1993: 1).

Objektive Lebens- und Ressourcenlagen werden demnach vor dem Hintergrund individueller Maßstäbe sowie mit Bezug auf den kulturellen Kontext und gesellschaftliche Wertvorstellungen bewertet. Von der Vielzahl von Rahmenmodellen, die zur Abbildung von Lebensqualität vorgeschlagen wurden, ist für die NRW80+-Studie insbesondere das Modell der Four Qualities of Life von Ruut Veenhoven (2000) von besonderer Relevanz, das zwischen umwelt- und personenbezogenen Aspekten von Lebensqualität sowie zwischen Lebensmöglichkeiten und Lebensergebnissen unterscheidet. Auf dieser Basis und unter Einbezug von Spezifika der Lebensqualität im hohen Alter wurde das Challenges and Potentials Model of Quality of Life in Very Old Age (CHAPO-Modell) entwickelt (vgl. Neise et al. 2018).  

Diesem Modell liegt ein mehrdimensionales Verständnis von Lebensqualität zugrunde. Es ermöglicht zudem eine Differenzierung zwischen:

  • den beurteilenden Instanzen: Erst-, Zweit- oder Dritt-Personenperspektive (Beurteilung der Lebensqualität einer Person durch die betroffene Person selbst, durch eine andere als die betroffene Person, und Beurteilung der Lebensqualität der Gruppe der Hochaltrigen durch die Gesellschaft)  
  • den Beurteilungsgrundlagen: individuelle oder normative Wertvorstellungen, Person-Umwelt-Passung 
  • solchen Lebensergebnissen, die für die Person relevant sind und solchen, die maßgeblich durch ihre (soziale) Umwelt definiert werden
  • hedonischen (d.h. auf individuelles Wohlergehen bezogenen) Konzepten von Lebensqualität und eudämonischen Konzepten von Lebensqualität, bei denen die individuelle Lebensführung auch vor dem Hintergrund des Gemeinwohls oder der Entfaltung von Personenpotenzialen bewertet werden.
Challenges and Potentials (CHAPO) Model of Quality of Life in Very Old Age (Neise et al. 2018, übersetzt aus Wagner et al., 2018)

Darüber hinaus berücksichtigt das Modell drei wissenschaftliche Reflexionsebenen: Deskription, Evaluation, Normierung.

  1. Auf der deskriptiven Ebene werden Lebensmöglichkeiten und Lebensergebnisse näher beschrieben, die bereits für sich genommen Lebensqualität anzeigen können.
  2. Auf der evaluativen Ebene werden Hypothesen empirisch geprüft, womit den Mechanismen der Herstellung und Aufrechterhaltung von Lebensqualität nachgegangen werden kann.
  3. Auf normativer Ebene werden Konsequenzen gesellschaftlicher Entscheidungen und Implikationen bestehender Wertmaßstäbe für die hochaltrige Bevölkerung genauer betrachtet und kritisch hinterfragt.

Durch die ganzheitliche Betrachtungsweise, die Anschlussfähigkeit an verschiedene Disziplinen sowie den Einbezug relevanter Dimensionen der Wohlfahrts- und Wohlbefindensforschung ist das CHAPO-Modell nicht allein als Modell zur Abbildung von Lebensqualität im Populationssegment sehr alter Menschen, sondern auch als Beitrag zu einer integrativen Lebensqualitätsforschung und einer alter(n)sfreundlichen Gesellschaft zu verstehen.

3 Machbarkeitsstudie

Im Rahmen einer ausführlichen Machbarkeitsstudie wurden zunächst die Grundlagen für eine wissenschaftlich solide und ethischen Ansprüchen genügende Bevölkerungsumfrage zur Messung von Lebensqualität in diesem bislang wenig beforschten Bevölkerungssegment erarbeitet. In einem ersten Strang der Machbarkeitsstudie wurden die survey-methodologischen Grundlagen für eine Repräsentativbefragung hochaltriger Menschen erarbeitet. Um die notwendige hohe Qualität der realisierten Stichprobe sicherstellen zu können, wurden neben Simulationen auf der Grundlage der verfügbaren offiziellen Bevölkerungsstatistik in NRW eine telefonische/schriftliche Befragung von Einwohnermeldeämtern durchgeführt. In einem ersten empirischen Testlauf für eine Repräsentativerhebung  der hochaltrigen Bevölkerung in 6 Gemeinden in NRW wurden für die Studienplanung notwendige Erkenntnisse zur Erreichbarkeit und Befragbarkeit dieser Zielgruppe erarbeitet. In einem zweiten Strang der studienvorbereitenden Arbeiten wurde parallel hierzu geklärt, wie das theoretische Rahmenkonzept der Lebensqualität im hohen Lebensalter in diesem Bevölkerungssegment empirisch abgebildet, und damit Lebensqualität valide und zuverlässig gemessen werden kann.

 

3.1 Survey-methodologische Vorarbeiten

3.1.1 Samplingstrategie

Die Strategie für die Stichprobenziehung der Repräsentativbefragung im Projekt NRW80+ wurde zweistufig zunächst auf der Grundlage einer durch infas Sozialforschung erstellten Expertise für die Stichprobenziehung auf Gemeindeebene und anschließend aufbauend auf den Erfahrungen aus der durch KANTAR Public durchgeführten Vorstudie zur Erreichbarkeit und Befragbarkeit auf Personenebene (s. 3.1.3) entwickelt. Auf Gemeindeebene wird zur Minimierung des Designeffektes der Studie eine Zufallsziehung von 120 Sampling Points empfohlen, wobei Gemeinden, in denen viele Hochaltrige leben, eine proportional entsprechend höhere Einschlusswahrscheinlichkeit erhalten.

 

3.1.2 Meldeamtsbefragung

In einem ersten Schritt zur Planung der Repräsentativbefragung wurde ein substanzieller Teil der Einwohnermeldeämter in NRW telefonisch befragt, um zuverlässige Informationen über die Bedingungen für eine Stichprobenziehung aus den Einwohnermelderegistern zu erhalten. So wurden beispielsweise administrative und technische Voraussetzungen, die Art und der Umfang erhältlicher Informationen sowie zeitliche und finanzielle Rahmenbedingungen erfragt. Im Zeitraum vom 12.01.2016 bis 26.01.2016 wurden 77 zufällig ausgewählte Gemeinden in NRW durch wissenschaftliche Mitarbeiter*innen des Projekts telefonisch kontaktiert. Davon konnten 22 telefonisch keine Auskunft geben und baten um eine schriftliche Anfrage. Die telefonische Befragung wurde basierend auf einem teilstandardisierten Interviewleitfaden mit 55 Gemeinden (13,9% der Gemeinden in NRW) durchgeführt. Insgesamt war eine hohe Kooperationsbereitschaft festzustellen. Eine stratifizierte (d.h. nach interessierenden Teilgruppen wie z.B. Männer und Frauen getrennte) Ziehung war jedoch nicht in allen Gemeinden möglich.

 

3.1.3 Pilotstudie zur Erreichbarkeit und Befragbarkeit sehr alter Menschen

Auf Personenebene wurden in einem weiteren Schritt der Machbarkeitsstudie die tatsächliche Erreichbarkeit und Befragbarkeit von zufällig aus den Meldeamtsregistern von 6 Gemeinden in NRW gezogenen hochaltrigen Personen überprüft.

Von August 2016 bis Oktober 2016 wurden durch das Befragungsinstitut TNS Infratest insgesamt 1.800 Personen angesprochen und daraus 476 Interviews (291 computergestützte persönliche Interviews CAPI, 95 computergestützte Telefoninterviews CATI) mit hochaltrigen Personen oder ihren Stellvertretern realisiert.  Die Ausschöpfungsquote lag damit bei 26,4 %.

Hochaltrige Personen, die persönlich kontaktiert wurden, konnten häufiger für eine Teilnahme gewonnen werden als telefonisch kontaktierte Personen. Der Anteil von Stellvertreterinterviews (Proxy), die durchgeführt wurden, wenn die Zielperson aus gesundheitlichen Gründen die Fragen nicht selbst beantworten konnte, steigt mit dem Alter der Zielperson an. Sie wurden hauptsächlich mit den Kindern und Partnern der Zielpersonen geführt, in Heimen beteiligten sich auch professionell Pflegende als auskunftsgebende Person. Insgesamt zeigt sich, dass die Durchführung von Stellvertreterinterviews und die Befragung in Heimen wichtig sind, um ein repräsentatives Bild der hochaltrigen Bevölkerung zu erhalten.

 

3.2 Inhaltliche Vorarbeiten zur Operationalisierung des CHAPO-Modells

3.2.1 Instrumentarium für die Befragung hochaltriger Menschen

Unter Berücksichtigung einschlägiger Alter(n)s- und Lebensqualitätstheorien sowie vorhandener Studien und empirischer Ergebnisse in diesem Bereich wurden Konstrukte und Merkmalsbereiche ausgewählt, um das CHAPO-Modell empirisch abzubilden. Vorhandene Fragebögen und Skalen zur Operationalisierung der Merkmale und Konstrukte wurden hinsichtlich ihrer Eignung und unter Rückgriff auf vorhandene Gütekriterien ausführlich analysiert. Hierbei wurde auch auf die Anschlussfähigkeit an zentrale Studien im deutschsprachigen Raum geachtet (z.B. Deutscher Alterssurvey). Skalen wurden, wenn nötig, an den Lebenskontext hochaltriger Menschen angepasst und gegebenenfalls gekürzt, um eine möglichst kurze Befragungsdauer zu erreichen. Englischsprachige Instrumente wurden nach standardisierten Verfahren übersetzt.

Speziell für die einschlägigen Bereiche Spiritualität, interpersonelle Konflikterfahrungen und Lebensstile in der Hochaltrigkeit fanden im Rahmen von Qualifikationsarbeiten umfangreiche Skalen-Neuentwicklungen mit mehrstufigen qualitativen und quantitativen Entwicklungsschritten statt (Gruppendiskussionen und Think Aloud-Studien, qualitative Befragungen von hochaltrigen Peers und Experten aus einschlägigen Praxisfeldern, Diskussionen auf internationalen Kongressen).

Schließlich wurden im ersten Quartal 2017 modifizierte und neu entwickelte Erhebungsinstrumente an einer Stichprobe von insgesamt 28 Personen ab 80 Jahren mit unterschiedlichem Versorgungsbedarf vorgetestet.

 

3.2.2 Pilotierung des Survey-Instrumentariums

Das für die maximal 90-minütige standardisierte Face-to-Face-Befragung vorgesehene Gesamtinstrumentarium wurde im März und April 2017 im Paper-Pencil-Format mit insgesamt 52 hochaltrigen Personen mit unterschiedlichen Versorgungsbedarfen und Wohnbedingungen (Heim und privat) pilotiert. Der Zugang zu den Personen erfolgte über Multiplikatoren aus der regionalen Alten- und Seniorenarbeit sowie im Schneeballverfahren. Im Juli 2017 wurde das endgültige Befragungsmaterial gemeinsam mit KANTAR Public in ein computergestütztes persönliches Interview (CAPI) überführt und durch die beteiligten Interviewer des Dienstleisters nochmals abschließend pilotiert.

 

3.2.3 Stakeholderbefragung

Insbesondere zur Abbildung der im CHAPO-Modell enthaltenen Bereiche „Überindividuelles Wertesystem“ und „Wertschätzung durch Andere“ wurden zusätzlich 22 leitfadengestützte Interviews mit Vertreter*innen aus der Leitungsebene unterschiedlicher gesellschaftsrelevanter Arbeitsfelder wie Politik, Medien, Gesundheitsversorgung, Interessenvertretung, Senior*innenarbeit und Mobilitätsmanagement geführt.

4 Hauptstudie

4.1 Stichprobenarbeiten

Die Grundgesamtheit der NRW80+-Studie stellen alle Personen dar, die zum Stichtag 31.07.2017 das achtzigste Lebensjahr vollendet haben (geboren vor dem 01.08.1937) und mit Hauptwohnsitz in Nordrhein-Westfalen gemeldet sind. Die Ziehung von Personen aus dieser Grundgesamtheit erfolgte zweistufig: Zunächst wurde aus der Gesamtheit aller Gemeinden in NRW eine Stichprobe von 94 Gemeinden gezogen. In einem zweiten Schritt wurde durch die Einwohnermeldeämter der gezogenen Gemeinden eine unbedingte Zufallsauswahl von insgesamt 48.137 Adressen bereitgestellt (Auswahlgesamtheit). Die Gruppe potenzieller Studienteilnehmer (Bruttostichprobe, N=8.040) wurde anschließend disproportional nach Alter und Geschlecht gezogen, d.h. Personen aus älteren Altersgruppen (85-89 Jahre, 90+ Jahre) und Männer sind in der Bruttostichprobe häufiger vertreten als man bei einer reinen Zufallsauswahl erwarten könnte. Die dadurch bedingten unterschiedlichen Auswahlwahrscheinlichkeiten werden für generalisierende Aussagen über eine entsprechende Designgewichtung ausgeglichen.

 

4.2 Realisierte Interviews 

Die Repräsentativbefragung wurde vom 12. August 2017 bis 27. Februar 2018 von Kantar Public (ehemals TNS Infratest) durchgeführt. Das Interview mit einer Zielperson dauerte durchschnittlich 86 Minuten und mit einem Stellvertreter durchschnittlich 70 Minuten. Die unbereinigte Ausschöpfung liegt bei 1.863 realisierten Interviews von insgesamt 8.040 angesprochenen Personen (23% Responserate). Insgesamt 154 Interviews wurden in Einrichtungen der Altenpflege bzw. im Heim durchgeführt. Der Anteil von Stellvertreterinterviews beträgt insgesamt 9,4% (N=176) und ist in Heimen höher als in Privathaushalten (27% vs. 8%).

Darüber hinaus wurden 406 Ausfallinterviews geführt, um zumindest grundlegende Informationen zu nicht auskunftsbereiten Personen zu erfassen.

Tabelle 1: Ergebnis der Ansprache im Rahmen der NRW80+ Repräsentativbefragung und Zusammensetzung der realisierten Stichprobe. Quelle: NRW80+.

Die Stichprobe der NRW80+ Hochaltrigenstudie (N=1.863) weist eine mit der abzubildenden Gesamtpopulation nach Alter, Geschlecht, Institutionalisierung (Privatwohnende und Heimbewohner) und Ortsgrößenklasse sehr gut vergleichbare Bevölkerungsstruktur auf und kann diesbezüglich als repräsentativ gelten. Einen wesentlichen Beitrag zur Repräsentation insbesondere gesundheitlich stark beeinträchtigter Personen leisten dabei die N=176 Interviews mit ihnen nahestehenden Stellvertretern, deren Auskünfte im Folgenden, wann immer möglich, mitberücksichtigt werden.

 

4.3 Bereitstellung der Befragungsdaten

Die Befragungsdaten aus der Repräsentativbefragung werden als anonymisierte Scientific Use Files (SUF) für akademische Forschung und Lehre freigegeben. Die Bereitstellung erfolgt durch GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in 2019.

 

4.4 Ausgesuchte deskriptive Ergebnisse

Im Folgenden sind für ausgesuchte Erhebungsbereiche deskriptive Ergebnisse zu relativen Häufigkeiten (Anteilswerte) und Mittelwerten (Niveau) dargestellt. Die gewichteten Daten erlauben eine Hochrechnung der Befragungsergebnisse auf die hochaltrige Gesamtbevölkerung in NRW zum Stand 31.12.2016 (N=1.077.296).

 

4.4.1 Allgemeine Lebenszufriedenheit

86 % der Hochaltrigen sind in ihrem Leben (eher) zufrieden.

Die Zufriedenheit der über 90-Jährigen ist aber im Durchschnitt deutlich reduziert, gleichzeitig sind die Unterschiede in der Zufriedenheit bei ihnen am stärksten ausgeprägt.

Abbildung 4.4.1: Allgemeine Lebenszufriedenheit nach Altersgruppe und Geschlecht. Quelle: NRW80+, gewichtete Daten (Hochrechnung Bevölkerungsstand 31.12.2016).

Insgesamt 86% der Hochaltrigen sind mit ihrem Leben (eher) zufrieden. Die allgemeine Lebenszufriedenheit der Hochaltrigen in NRW ist insgesamt mit durchschnittlich 7,8 Punkten auf einer Skala von 0 bis 10 als hoch ausgeprägt einzuschätzen. Die Zufriedenheit der über 90-Jährigen ist aber im Durchschnitt deutlich reduziert, gleichzeitig sind die Unterschiede in der Lebenszufriedenheit in dieser Gruppe am stärksten ausgeprägt. So ist der Anteil der eher unzufriedenen Personen unter den über 90-Jährigen insgesamt doppelt so hoch wie in der Gruppe der 80-84-Jährigen, d.h. die allgemeine Lebenszufriedenheit erscheint in der Gruppe der Ältesten deutlich polarisierter als in den jüngeren Altersgruppen. Es sind jedoch keine bedeutsamen Geschlechterunterschiede festzustellen.

 

4.4.2 Depressivität in der Hochaltrigkeit

Depressive Verstimmung ist ein Problem bei hochaltrigen Menschen.

Jede vierte hochaltrige Person berichtet mindestens zwei der Symptome Motivationsverlust, Grübeln, eingetrübte Stimmung und Verlust von Lebensfreude. 

Abbildung 4.4.2. Depressive Verstimmung nach Altersgruppe und Geschlecht. Quelle NRW80+, gewichtete Daten (Hochrechnung Bevölkerungsstand 31.12.2016).

Die Hälfte (51,1 %) aller Hochaltrigen in NRW haben in den 2 Wochen vor der Erhebung keine Anzeichen einer depressiven Verstimmung erlebt. Im Durchschnitt berichten hochaltrige Menschen in der NRW80+ Studie eines der vier mit der Depression-im-Alter-Skala (DIA-S) (Heidenblut & Zank, 2014) erfassten depressiven Symptome (Motivationsverlust, Grübeln, eingetrübte Stimmung, Verlust von Lebensfreude). Allerdings berichten 27,2 % auch zwei oder mehr depressive Symptome, und werden dementsprechend als Personen mit subdiagnostischer, jedoch klinisch bedeutsamer depressiver Symptomatik identifiziert. Im Vergleich zu den 80-84-Jährigen weisen Personen in den beiden älteren Altersgruppen eine nur sehr geringfügig höhere Wahrscheinlichkeit für eine depressive Symptomatik auf. Depressivität ist unter hochaltrigen Frauen etwas verbreiteter als unter Männern (29,7 % vs. 22,9 %).

 

4.4.3 Subjektive Gesundheitsbeurteilung 

Mehr als die Hälfte der hochaltrigen Menschen in NRW beschreiben ihre Gesundheit als gut.

49,8 % der hochaltrigen Menschen geben an, dass sie Ihre Gesundheit als eher gut empfinden und 10,3 % schätzen ihre Gesundheit sogar als sehr gut ein.

Abbildung 4.4.3. Subjektive Gesundheit nach Altersgruppe und Geschlecht. Quelle NRW80+, gewichtete Daten (Hochrechnung Bevölkerungsstand 31.12.2016).

Die Ergebnisse zeigen, dass über die Hälfte (60,1 %) der hochaltrigen Menschen in NRW ihre Gesundheit als eher gut bis sehr gut bewerten. Zwischen Männern und Frauen, aber auch mit Blick auf die verschiedenen Altersgruppen lassen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede in der subjektiven Gesundheitseinschätzung feststellen.

 

4.4.4 Pflegebedürftigkeit und Pflegenutzung

Pflegebedürftigkeit überwiegt erst in der Gruppe der 90+-Jährigen.

66,8 % der hochaltrigen Personen haben keinen Pflegegrad. Erst in der Gruppe der 90-Jährigen und älteren Personen haben mehr als die Hälfte (62,3 %) einen Pflegegrad.

Abbildung 4.4.4. Verteilung von Pflegegraden nach Altersgruppe und Geschlecht. Quelle NRW80+, gewichtete Daten (Hochrechnung Bevölkerungsstand 31.12.2016).

Der überwiegende Anteil der Menschen über 80 Jahre in NRW ist nicht pflegebedürftig (66,8 %) im Sinne des elften Sozialgesetzbuches. Der Anteil an Personen mit einem Pflegegrad überwiegt erst in der Altersgruppe der über 90-Jährigen, in der 62,3 % einen Pflegegrad aufweisen. Mit Blick auf Unterschiede zwischen den Geschlechtern zeigt sich, dass 73,8 % der hochaltrigen Männer und lediglich 62,7 % der hochaltrigen Frauen keinen Pflegegrad haben.

Der Anteil hochaltriger Personen, die angeben vollstationär versorgt zu werden, liegt bei 12,7 %.  Mit Blick auf den häuslichen Wohnkontext zeigt sich, dass 27,6 % der hochaltrigen Personen Pflegemaßnahmen erhalten. Von dieser Gruppe werden 69,8 % privat gepflegt, 55,7 % werden zudem von ambulanter Pflege unterstützt und 14 % nehmen Tagespflegeangebote in Anspruch. Auch zeigt sich, dass 6,9 % der hochaltrigen Menschen, die in häuslichen Wohnkontexten leben, durchschnittlich 45,6 Stunden pro Woche selbst Pflegeaufgaben übernehmen.

 

4.4.5 Soziales Netzwerk

Die Hochaltrigen in NRW haben durchschnittlich sechs für sie wichtige Kontaktpersonen.

Zum sozialen Netzwerk hochaltriger Personen gehören vorrangig die Kinder, (Ehe-)Partner und Enkelkinder. Die durchschnittliche Größe des sozialen Netzwerkes nimmt querschnittlich über die betrachteten Altersgruppen hinweg ab. 

Abbildung 4.4.5. Zusammensetzung der bis zu vier wichtigsten Personen aus dem sozialen Netzwerk nach Altersgruppe und Geschlecht. *Mehrfachnennung möglich. Quelle NRW80+, gewichtete Daten (Hochrechnung Bevölkerungsstand 31.12.2016).

Das soziale Netzwerk ist durch die Frage nach den bis zu vier wichtigsten Personen erhoben worden. Über diese vier engeren sozialen Kontakte hinaus hatten die Befragten die Möglichkeit, weitere Personen aufzuzählen, die ihnen wichtig sind. Hochaltrige Personen haben durchschnittlich 5,9 Personen in ihrem sozialen Netzwerk, die für sie wichtig sind. Zu den 4 bedeutsamsten Personen zählen vor allem Kinder (72,4 %), Ehepartner (31,8 %) und Enkelkinder (26,1 %). Es zeigt sich, dass sich die Größe des sozialen Netzwerkes zwischen den Altersgruppen unterscheidet. So nennen die 80-84-Jährigen durchschnittlich 6,2 Netzwerkpartner, während in der Altersgruppe der über 90-Jährigen der Durchschnittwert bei 4,9 Personen liegt. Zwischen den Geschlechtern zeigt sich mit Blick auf die Netzwerkgröße keine bedeutsame Differenz. In der Zusammensetzung der Netzwerke lassen sich jedoch deutliche Unterschiede ausmachen. Männer nennen neben den Kindern vor allem ihre Partnerin als Netzwerkpartner, während Frauen neben ihren Kindern häufiger auch Enkelkinder und weitere Personengruppen nennen.

 

4.4.6 Internetnutzung

Digital Divide: Die Alten sind abgehängt.

Nur 19,3 % der hochaltrigen Personen in NRW nutzen das Internet und digitale Dienstleistungen. Wenn sehr alte Menschen in NRW das Internet und digitale Dienstleistungen nutzen, dann aber zumeist täglich. Über-80-jährige Internetnutzer*innen in NRW schreiben Mails, kaufen Waren und informieren sich - soziale Netzwerke (social media) nutzen sie jedoch nur selten.

Abbildung 4.4.6. Internetnutzung in den vergangenen 12 Monaten nach Altersgruppe und Geschlecht. Quelle NRW80+, gewichtete Daten (Hochrechnung Bevölkerungsstand 31.12.2016).

Insgesamt 80,7 % der hochaltrigen Menschen in NRW gaben an, das Internet in den vergangenen 12 Monaten nicht genutzt zu haben. Es zeigen sich aber deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen und zwischen Männern und Frauen. Während unter den 80-84-Jährigen jede vierte Person (25,3 %) zu den Internetnutzern zählt, sind es bei den über 90-Jährigen nur eine aus 14 Personen (7,3 %). Männer nutzen das Internet deutlich häufiger als Frauen (32,3 % vs. 11,9 %).

Betrachtet man nur die Gruppe der Internetnutzer*innen, zeigt sich, dass die Mehrheit (63,7 %) täglich online ist. Weitere 27,3 % nutzen das Internet wöchentlich. Anders als für den Vergleich von Internetnutzern und Nicht-Nutzern lassen sich in Bezug auf die Nutzungsfrequenz kaum Unterschiede zwischen den Altersgruppen feststellen. Es gilt: Wenn eine Person das Internet nutzt, ist sie unabhängig vom Alter meist täglich online. Die beliebteste Online-Anwendung ist über alle Altersgruppen hinweg die E-Mail-Nutzung. Insgesamt 85,2 % der männlichen und 71,7 % der weiblichen Internetnutzer*innen über 80 Jahre lesen und schreiben E-Mails. Zudem nutzen 57,4 % der Männer und 44,5 % der Frauen das Internet, um Informationen über Gesundheitsthemen zu suchen. Daneben nutzen 44,8 % der Männer und 16,7 % der Frauen das Internet, um Waren oder Dienstleistungen zu kaufen oder zu verkaufen. Soziale Netzwerke (social media) werden von hochaltrigen Menschen mit 6,4 % bislang vergleichsweise selten genutzt.

5 Überführung der Repräsentativbefragung in eine Längsschnittstudie

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) fördert seit Januar 2019 die Überführung der Hochaltrigenstudie in eine Längsschnittstudie. Hierzu werden panelbereite Teilnehmer der ersten Erhebungswelle ab Mitte 2019, und damit ca. 2 Jahre nach der Erstbefragung, erneut angesprochen. Neben der Wiederholungsbefragung wird auch eine neue Meldeamtsstichprobe sehr alter Menschen gezogen, die erstmalig befragt werden. Diese Auffrischungsstichprobe soll sicherstellen, dass auch bei zukünftigen Befragungswellen ein hinreichend großer Pool von Interviews realisiert werden kann, um zuverlässige Aussagen zu individuellen Veränderungsprozessen im sehr hohen Alter machen zu können.

6 Projektbezogene Publikationen und Präsentationen 

6.1 Publikationen (Auswahl)

2019

Janhsen, A., & Woopen, C. (2019). Spiritualität in der Medizin - Mehr als ein Add-On? Anthropologische Grundlegung eines ethisch relevanten Existential. Zeitschrift für Ethik in der Medizin 1(66).

Geithner, L. (in Druck). Stabilität und Wandel von Lebensstilen im hohen Alter – Einflüsse von Alter und Kohortenzugehörigkeit auf kulturelle Verhaltensmuster. In Genske, A., Janhsen, A., Mertz, M. & Woopen, C. (Hrsg.): Alternde Gesellschaft im Wandel – Zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft des langen Lebens. Wiesbaden: Springer.

Neise, M. & Zank, S. (2019). Gewalterfahrungen älterer Menschen im sozialen Nahraum – Befunde und Herausforderungen. In: K. Hank, F. Schulz-Nieswandt, M. Wagner & S. Zank (Hrsg.): Alternsforschung. Handbuch für Wissenschaft und Praxis (461-491). Baden-Baden: Nomos Verlag.

Neise, M., Janhsen, A., Geithner, L., Schmitz, W. & Kaspar, R. (2019). Lebensqualitäten in der Hochaltrigkeit. In K. Hank, F. Schulz-Nieswandt, S. Zank & M. Wagner (Hrsg.): Alternsforschung. Handbuch für Wissenschaft und Praxis (583-607). Baden-Baden: Nomos Verlag.

Wagner, M. & Geithner, L. (2019). Die Lebenslaufperspektive. Theorie und Anwendung am Beispiel kultureller Aktivitäten im Alter. In Hank, K., Schulz-Nieswandt, F., Wagner, M. & Zank, S. (Hrsg.): Alternsforschung. Handbuch für Wissenschaft und Praxis (109-132). Baden-Baden: Nomos Verlag.

 

2018

Janhsen, A., Golla, H., Romotzky, V. & Woopen, C. (2018). Spiritualität im höheren Lebensalter als dynamische Alter(n)saufgabe. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie. doi: 10.1007/s00391-018-1391-y.

Kaspar, R., Gabrian, M., Brothers, A., Wahl, H.-W. & Diehl, M. (2018). Measuring Awareness of Age-Related Change: Development of a 10-Item Short Form for Use in Large-Scale Surveys. The Gerontologist. doi: 10.1093/geront/gnx213.

Wagner, M., Kuppler, M., Rietz, C. & Kaspar, R. (2018). Nonresponse in surveys of very old people. European Journal of Ageing, DOI: 10.1007/s10433-018-0488-x.

Wagner, M., Rietz, C., Kaspar, R., Janhsen, A., Geithner, L., Neise, M., Kinne-Wall, C., Woopen, C. & Zank, S. (2018). Survey on quality of life and subjective well-being in the very old in North Rhine-Westphalia (NRW80+). Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie. doi: 10.1007/s00391-017-1217-3.

 

6.2 Präsentationen (Auswahl)

2019

Kaspar, R. & Zank, S. (2019). Growing Very Old in Germany in Good Quality of Life. Paper presented at the 9th International Associations of Gerontology and Geriatrics IAGG-ER Congress, May 23-25, 2019, Gothenburg, Sweden.

Schlomann, A., Seifert, A. Zank, S. & Rietz, C. (2019). Internet and Mobile Device Use among People Aged 80 Years and Older in Germany and Switzerland. Poster beim International Association of Gerontology and Geriatrics European Region Congress, Göteborg, Schweden. 

Janhsen, A. (2019). Measuring Quality of Life in the Very Old Age – A Challenges and Potentials Based Model. Keio-Cologne Lecture Series “Getting Old and Even Older – Pathways to Longevity and Im-plications for Society. Research and Experiences from Japan and Germany”, January 23, 2019, Cologne/Tokyo.

Kaspar, R. (2019). Living Successfully in an Era of Aging. A State-Wide Study on People over 80 Years of Age. Keio-Cologne Lecture Series “Getting Old and Even Older – Pathways to Longevity and Implications for Society. Research and Experiences from Japan and Germany”, January 9, 2019, Cologne/Tokyo.

 

2018

Geithner, L. (2018). Die Vielfalt von Lebensstilen im hohen Alter. Vortrag im Symposium „Neue Facetten der Lebensqualität im sehr hohen Alter – Ergebnisse der NRW80+ Repräsentativbefragung“ auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) 2018: Vielfalt des Alterns: biomedizinische und psychosoziale Herausforderungen, 6. – 8. September, Köln.

Geithner, L. (2018). Dimensions of Social Space in Very Old Age. Groups of Lifestyle and their Capital. Poster presented at the 24th Nordic Congress of Gerontology, May 2-4, 2018, Oslo, Norway.

Geithner, L. (2018). Lifestyles of People aged 80+: Still a Matter of Social Status? Poster presented at the Gerontological Society of America’s (GSA) Annual Scientific Meeting, November 14-18, 2018, Boston, MA.

Janhsen, A., Woopen, C. & Rietz, C. (2018). Kann Glaube Berge versetzen? Spiritualität im Kontext von Lebenszufriedenheit und Wohlbefinden. Vortrag im Symposium „Neue Facetten der Lebensqualität im sehr hohen Alter – Ergebnisse der NRW80+ Repräsentativbefragung“ auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) 2018: Vielfalt des Alterns: biomedizinische und psychosoziale Herausforderungen, 6. – 8. September, Köln.

Kaspar, R. (2018). Loss of Activity and Social Support Mediates Effect of Cognitive Impairment on Well-Being in the Very Old. Poster presented at the Gerontological Society of America’s (GSA) Annual Scientific Meeting, November 14-18, 2018, Boston, MA.

Kaspar, R. & Geithner, L. (2018). Quality of life of the very old: A new conceptual framework and representative survey data. Paper presented at the 24th Nordic Congress of Gerontology, May 2-4, 2018, Oslo, Norway.

Kaspar, R. & Zank, S. (2018). Neue Facetten der Lebensqualität im sehr hohen Alter – Ergebnisse der NRW80+ Repräsentativbefragung. Symposium auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) 2018: Vielfalt des Alterns: biomedizinische und psychosoziale Herausforderungen, 6. – 8. September, Köln.

Neise, M., Kaspar, R., Rietz, C. & Zank, S. (2018). Development of the Interpersonal Dispute and Emotional Consequences in Old Age Questionnaire. Poster presented at the Gerontological Society of America’s (GSA) Annual Scientific Meeting, November 14-18, 2018, Boston, MA.

Neise, M., Kaspar, R., Rietz, C., & Zank, S. (2018). Gewalterfahrungen im sozialen Nahraum hochaltriger Menschen in NRW. Vortrag im Symposium „Neue Facetten der Lebensqualität im sehr hohen Alter – Ergebnisse der NRW80+ Repräsentativbefragung“ auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) 2018: Vielfalt des Alterns: biomedizinische und psychosoziale Herausforderungen, 6. – 8. September, Köln.

Schmitz, W. (2018): Soziale Netzwerktypen und gesundheitliche Ungleichheit im hohen Alter (80+). Vortrag auf dem 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Sektion Alter(n) und Gesellschaft: Das lange Leben in Zeiten gesellschaftliche Umbrüche, 26.09.2018, Göttingen.

Schmitz, W. (2018): Soziale Netzwerktypen und gesundheitliche Ungleichheit im hohen Alter (80+). Vortrag im Symposium „Neue Facetten der Lebensqualität im sehr hohen Alter – Ergebnisse der NRW80+ Repräsentativbefragung“ auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) 2018: Vielfalt des Alterns: biomedizinische und psychosoziale Herausforderungen, 6. – 8. September, Köln.

 

2017

Geithner, L. (2017). Lebensstile und Distinktion im hohen Alter – Eine qualitative Analyse. Vortrag auf der Jahrestagung der DGGG – Heterogenität des Alter(n)s. September 2017, Fulda.

Geithner, L. (2017). Lifestyles of the Very Old – A qualitative Analysis. Paper presented at the 13th Conference of the European Sociological Association – Ageing in Europe. August 2017, Athens, Greece.

Janhsen, A. (2017). Spirituality of the Oldest Old (80+) in Germany: Results from a Qualitative Study. Vortrag auf der 7th International Conference on Ageing and Spirituality, Chicago, IL (USA), 04.-07.06.2017 (gefördert durch einen Mobility Grant im Rahmen des DAAD-Projekts IPaK).

Janhsen, A. (2017). Spirituality of the Oldest Old (80+): Struggle between Traditional Religion and Post-Modernistic Spirituality. Paper presented at the 13th Conference of the European Sociological Association – Ageing in Europe, August 30, 2017, Athens, Greece.

Janhsen, A. (2017). Struggle between Traditional Religion and Post-Modernistic Spirituality: Impact of Ambiguous Conceptualizations of Spirituality on Well-Being of the Oldest Old. Poster presented at the 15th Annual Meeting of the International Society for Quality of Life Studies ISQOLS – Quality of Life: Towards a Better Society, September 30, 2017, Innsbruck, Austria.

Janhsen, A., Woopen, C. & Rietz, C. (2017). Measuring the Impact of Spirituality on Quality of Life: QueSt – a New and Short Instrument. Paper presented at the 15th Annual Meeting of the International Society for Quality of Life Studies ISQOLS – Quality of Life: Towards a Better Society, September 30, 2017, Innsbruck, Austria.

Janhsen, A., Woopen, C. & Rietz, C. (2017). Mehrdimensionale Erfassung des Einflusses von Spiritualität auf das psychologische Wohlbefinden – Questionnaire on Spirituality (QueSt). Posterpräsentation auf dem XVII World Congress of Psychiatry (WPA) - Deutsches Programm der Deutschen Gesellschaft für Psychiatry und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), Berlin, 11.10.2017.   

Kaspar, R., Gabrian, M., Brothers, A., Wahl, H.-W. & Diehl, M. (2017). An Ultra-Short Scale Assessing Awareness of Age-Related Change in Large-Scale Surveys. Paper presented at the 21st IAGG World Congress of Gerontology and Geriatrics, July 23-27, 2017, San Francisco, CA.

Kaspar, R. (2017). Umfragebeteiligung und Repräsentativität einer Meldeamtsstichprobe privat und institutionell wohnender hochaltriger Menschen – Befunde der NRW80+ Machbarkeitsstudie. Vortrag auf der gemeinsamen Fachtagung der Sektionen III und IV der deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), 28.-29. September 2017, Fulda.

Neise, M. & Kaspar, R. (2017). Conceptualization of the Challenges and Potentials (CHAPO) Model of Quality of Life in Very Old Age. Paper presented presented at the 1th5 Annual Meeting of the International Society for Quality of Life Studies ISQOLS – Quality of Life: Towards a Better Society, September 28-30, 2017, Innsbruck, Austria.

 

2016

Janhsen, A. (2016). Spiritualität hochaltriger Menschen – mehr als Coping? Poster-Präsentation  beim Gerontologie und Geriatrie Kongress 2016 zu „Leben und Alter – Funktionalität und Qualität“, 7.-10.09.2016 in Stuttgart. Ausgezeichnet mit dem 2. Posterpreis der DGGG.

Kaspar, R. & Zank, S. (2016). Zum Stand der deutschsprachigen Hochaltrigenforschung. Symposium auf dem gemeinsamen Gerontologie- und Geriatriekongress (DGGG DGG), 7.-10. September 2016, Stuttgart.

 

6.3 Externe Literatur 

Heidenblut, S. & Zank, S. (2014). Screening for Depression with the Depression in Old Age Scale (DIA-S) and the Geriatric Depression Scale (GDS15). In: GeroPsych 27 (1):41–49. doi: 10.1024/1662-9647/a000101.

Veenhoven, R. (2000). The four qualities of life. Ordering concepts and measures of the good life. In: Journal of Happiness Studies 1:1–39. doi: 10.1023/A:1010072010360.

World Health Organisation (WHO). (1997). WHOQOL Measuring Quality of Life. Geneva.