Gesundheitskompetenz 

Systemmedizin und Gesundheitskompetenz - Theoretische, normative und empirische Untersuchung im Bereich psychischer Störungen (SysKomp)

Dauer: 08/2014-07/2017

Projektleitung


Prof. Dr. med. Christiane Woopen
Koordinatorin: Dipl. Ges.-Ök. Pauline Mantell

Projektbeteiligte


Prof. Dr. iur. Christian Katzenmeier
Prof. Dr. med. Stephanie Stock
Prof. Dr. Stephan Ruhrmann (Früherkennungs- und Therapiezentrum für psychische Krisen (FETZ), Uniklinik Köln)

Kooperationspartner


Prof. Dr. Andrea Pfennig (DD Früh dran! Präventionsambulanz für psychische Störungen - Früherkennungszentrum, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie)/ Prof. Dr. Nikolaos Koutsouleris (PRONIA-Früherkennung, Klinikum der Universität München, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie)


Hintergrund

Die Systemmedizin strebt auf der Grundlage der Zusammenführung einer großen Menge und Vielfalt an biologischen, neuropsychologischen, klinischen und soziodemographischen Daten Fortschritte im Verständnis, in der Erkennung, in der Vermeidung und in der Behandlung von Krankheiten an.

Patienten und Risikopersonen müssen die neuen Möglichkeiten der Systemmedizin zur Krankheitsvermeidung und -behandlung als selbstbestimmte Akteure zu nutzen wissen. Dazu bedarf es einer ausreichenden Gesundheitskompetenz. Gesundheitskompetenz beschreibt die Fähigkeit, sich Zugang zu Gesundheitsinformationen zu verschaffen, diese zu verstehen und zu bewerten und in gesundheitsförderliches Verhalten umzusetzen.

Ziele

Dieser Fragestellung widmet sich das interdisziplinäre Projekt SysKomp aus dem Blickwinkel von Ethik, Recht und Gesundheitsökonomie. Zum einen wird untersucht, über welche Gesundheitskompetenz Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen verfügen und wie sie die systemmedizinische Diagnostik einschätzen. Befragt werden sollen ca. 500 Personen zwischen 15 und 40 Jahren, die sich hilfesuchend an ein Früherkennungszentrum für psychische Erkrankungen wenden. Ferner werden mittels Stakeholder-Befragungen die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen untersucht, die für eine gelingende Implementierung von Systemmedizin bedeutsam sind. Auf Basis dieser Daten wird das Konzept von Gesundheitskompetenz für psychische Störungen spezifiziert und weiterentwickelt. Auf dieser Grundlage sowie unter Berücksichtigung rechtlicher und ethischer Aspekte sollen Handlungsempfehlungen zur Förderung von Gesundheitskompetenz bei psychischen Störungen und zur Einführung systemmedizinischer Maßnahmen entwickelt werden.

Kontakt

Dipl. Ges.-Ök. Pauline Mantell

ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
Universitätsstr. 91
50931 Köln

+49 (0)221 470-89107

syskomp@uk-koeln.de