Alternsforschung 

Gewaltfreie Pflege – Prevention of Elder Abuse

Dauer: 07/2013–12/2015

Projektleitung


Dr. rer. oec. Peter Pick (MDS)
Uwe Brucker (MDS)
Prof. Dr. phil., Dipl. Psych. Susanne Zank

Kooperationspartner


Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS)

Hintergrund und Ziele

Das Projekt „Gewaltfreie Pflege – Prevention of Elder Abuse“ beschäftigt sich inhaltlich mit dem Thema der Prävention von Gewalt gegen ältere Menschen in der pflegerischen Langzeitversorgung. Gewalt gegen ältere und pflegebedürftige Personen ist in Deutschland immer noch ein Tabuthema. Es besteht weder ein konkreter Kenntnisstand über die Prävalenz von Gewalthandlungen gegen ältere, pflegebedürftige Menschen, noch sind vereinzelte Hilfestrukturen und Unterstützungsangebote in der Bevölkerung bekannt. Selbst Experten aus dem pflegerischen Versorgungsbereich sind überfordert, da es an einer flächendeckenden Vernetzung von Unterstützungsstrukturen und verbindlichen Handlungsempfehlungen fehlt.

Das 30-monatige Projekt des Medizinischen Diensts des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) verfolgt daher das Ziel, einen systematischen Ansatz zur Prävention von Gewalt in der ambulanten und/oder stationären Pflege auf kommunaler Ebene zu entwickeln. Dieser soll exemplarisch in vier Modell-Kommunen (Stuttgart, Fulda, Potsdam, Dortmund) implementiert werden, um sowohl beteiligten Akteuren der pflegerischen Versorgungslandschaft mehr Handlungssicherheit als auch auf kommunaler Ebene einheitliche Strukturen zu ermöglichen, die im Falle von Gewalt nachhaltig greifen.

Das Projekt gliedert sich in drei Phasen:

  • In der Vorbereitungsphase werden bestehende Strukturen innerhalb der einzelnen Modell-Kommunen durch qualitative und quantitative Erhebungsmethoden erfasst und analysiert (IST-Analyse).
  • In der Entwicklungsphase werden Präventionsstrategien unter Berücksichtigung bestehender Strukturen innerhalb der Kommunen und unter Mitarbeit von Experten aus dem Feld entwickelt.
  • In der Implementierungsphase sollen die entwickelten Strategien sowohl für den stationären als auch ambulanten (Pflege-)Sektor eingeführt werden und schließlich durch die wissenschaftliche Begleitung der Universität zu Köln evaluiert werden.